{"id":1044,"date":"2019-10-14T14:48:48","date_gmt":"2019-10-14T12:48:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/?page_id=1044"},"modified":"2020-01-06T17:31:57","modified_gmt":"2020-01-06T16:31:57","slug":"amadeus-sso","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/beispiele\/amadeus-sso\/","title":{"rendered":"AMADEUS (SSO)"},"content":{"rendered":"<h6>Ausf\u00fchrliche Story-Step-Outline<\/h6>\n<h6><strong>AMADEUS <\/strong>| 1984 von Peter Shaffer | Milos Forman | Saul Zaentz<\/h6>\n<p>In Klammern finden Sie die Szenen-Nummern, wie sie im Drehbuch AMADEUS von Peter Shaffer, Fassung vom 9. Juli 1982 (Second Draft), verwendet wurden. Der Film wurde von Milos Forman inszeniert und von Saul Zaentz produziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1<\/strong> \u00a0 (1-11)\u00a0 Der alte Salieri schreit und fleht um Mozarts Gnade und Verzeihen daf\u00fcr, dass er ihn umgebracht hat. Verzweifelt schneidet er sich die Gurgel durch. Seine Diener retten ihn. Er wird im Spital verarztet, w\u00e4hrend in einem f\u00fcrstlichen Saal an einem Maskenball getanzt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2<\/strong> \u00a0 (12-15)\u00a0 Ein Pater wird zum alten Salieri ins Spitalzimmer gebracht und will ihn zur Beichte \u00fcberreden. Salieri spielt dem Priester eigene Melodien vor, die dieser alle nicht erkennt, bis auf die &#8222;Kleine Nachtmusik&#8220; \u2013 aber die ist von Wolfgang Amadeus Mozart. Salieri best\u00e4tigt ihm, dass Mozart umgebracht worden ist und dass er weiss von wem. Der Pater will es wissen und Salieri erz\u00e4hlt es ihm vom Anfang an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3<\/strong> \u00a0 (16-20)\u00a0 Der junge Salieri bewunderte den kleinen Mozart und wollte auch Musiker werden, aber sein Vater war dagegen. In der Kirche bittet der junge Salieri Gott, aus ihm einen weltber\u00fchmten Komponisten zu machen, damit er ihn preisen kann. Er bietet ihm daf\u00fcr Keuschheit, Demut und Fleiss. Gott erh\u00f6rt ihn, denn sein Vater stirbt. Er geht nach Wien und wird Hofkomponist bei Kaiser Joseph II.\u00a0 Er ist fleissig, unterrichtet viel, komponiert und ist sehr erfolgreich und sehr gl\u00fccklich \u2013 bis Mozart nach Wien kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>4<\/strong> \u00a0 (21-29)\u00a0 Salieri geht zu Mozarts erstem Konzert in Wien. Er ist gespannt, wie dieser Komponist aussieht. Als er allein im Raum mit dem k\u00f6stlichen Essensbuffet ist, wird er von der hereinst\u00fcrmenden Konstanze \u00fcberrascht und versteckt sich. Mozart tollt bl\u00f6delnd und kichernd unter dem Tisch mit Konstanze herum, als pl\u00f6tzlich seine Musik ert\u00f6nt. Sein Arbeitgeber, der Erzbischof von Salzburg, hat aus Ver\u00e4rgerung \u00fcber Mozarts Nicht-Anwesenheit den Beginn des Konzertes ohne den Komponisten veranlasst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>5<\/strong> \u00a0 (30-36)\u00a0 Mozart rennt durch S\u00e4le und Flure zum Orchester und \u00fcbernimmt \u00fcbergangs-los das Dirigieren. Salieri ist von Mozarts Musik \u00fcberw\u00e4ltigt. Er versteht nicht, wie solch exquisite Musik aus einer kichernden, bl\u00f6delnden Kreatur sprudeln kann. Dieses eine St\u00fcck muss ein Zufallsprodukt sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>6<\/strong> \u00a0 (37-41)\u00a0 Der Erzbischof ist w\u00fctend \u00fcber Mozarts Verhalten und will ihn nach Salz-burg zu seinem Vater zur\u00fcckschicken. Mozart m\u00f6chte entlassen werden, was ihm ver-weigert wird. W\u00e4hrenddessen liest Salieri mit grosser Faszination und \u00fcberw\u00e4ltigt die von Mozart im Salon zur\u00fcckgelassenen Noten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>7<\/strong> \u00a0 (42)\u00a0 Kaiser Joseph II. hat von Mozarts Qualit\u00e4t geh\u00f6rt und m\u00f6chte einen deutschen Komponisten an seinem Hof haben. Er wird vom Hofbibliothekar unterst\u00fctzt, w\u00e4hrend der Direktor der Oper in Mozart einen Angeber sieht, der zu viele Noten verwendet. Salieri versteht, dass der Kaiser auf diese Weise dem Erzbischof eins Auswischen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>8<\/strong> \u00a0 (43-46)\u00a0 Salieri komponiert und bedankt sich bei Gott. Mozart kann sich nicht zwischen zwei neuen Per\u00fccken entscheiden und m\u00f6chte zwei K\u00f6pfe haben. Salieris neu komponierten kleinen Begr\u00fcssungsmarsch f\u00fcr Mozart will der Kaiser spielen, w\u00e4hrend der Salzburger hereinkommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>9<\/strong> \u00a0 (47)\u00a0 Mozart wird Beratern von Joseph II. vorgestellt. Er ist \u00fcberrascht, dass Salieri f\u00fcr ihn einen Willkommensmarsch komponiert hat. Der Kaiser gibt bei Mozart eine Oper in Auftrag. Mozart setzt gegen Widerstand das Libretto &#8222;Die Entf\u00fchrung aus dem Serail&#8220; und als Sprache deutsch durch. Als der Kaiser ihm die Noten von Salieris Marsch \u00fcber-reichen will, hat Mozart alles von dem einen Mal halb zuh\u00f6ren bereits im Kopf. Nie-mand glaubt ihm und er beweist es ihnen mit einer perfekten Wiedergabe, l\u00e4sst es dabei aber nicht bewenden und spielt dynamischere Variationen sowie eine Weiterentwicklung davon zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>10<\/strong> (48-52)\u00a0 Salieri dankt Gott mit sarkastischem Unterton. Seine Sopranistin will eine Rolle in Mozarts neuer Oper, Salieri wiegelt ab. Er begehrt diese Frau, hat sie aber noch nie angefasst. Er r\u00e4t ihr von der Mitarbeit in &#8222;Die Entf\u00fchrung aus dem Serail&#8220; ab und erkl\u00e4rt ihr, dass der Serail ein t\u00fcrkisches Bordell sei. Bei der Urauff\u00fchrung dieser Oper singt sie den weiblichen Hauptpart und Salieri ist eifers\u00fcchtig. Die Oper ist ein Erfolg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>11<\/strong> (53-58)\u00a0 Der Kaiser gratuliert Mozart und seiner Sopranistin zu ihrer exzellenten Leistung. Er bem\u00e4ngelt nur, dass das Werk zu viele Noten hat. Als Mozart wissen will, welche denn zu viel sind, unterbrechen seine Vermieterin und ihre Tochter Konstanze die Auseinandersetzung. Der Kaiser und die Sopranistin erfahren, dass Mozart verlobt ist. Sie wird w\u00fctend und der Kaiser r\u00e4t Mozart, Konstanze zu heiraten und in Wien zu bleiben. Ihre Mutter f\u00e4llt vor Gl\u00fcck in Ohnmacht. Mozart versucht, sie loszuwerden, aber Mutter und Tochter wollen auf ihn warten, bis er mit den S\u00e4ngern gesprochen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>12<\/strong> (59-61)\u00a0 Die Sopranistin zieht sich w\u00fctend in ihre Garderobe zur\u00fcck und Salieri begreift, dass Mozart sie gehabt hat. Er versteht nicht, weshalb ihn Gott so sehr bestraft, schliesslich hat er sein Gel\u00fcbde immer gehalten. Er betet jeden Tag, dass Mozart nach Salzburg zur\u00fcckgerufen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>13<\/strong> (62-64)\u00a0 Mozarts Vater Leopold erh\u00e4lt vom Erzbischof die Erlaubnis, seinen Sohn nach Salzburg zur\u00fcckzuholen. W\u00e4hrend seiner Heirat mit Konstanze erinnert sich Mozart an den Brief seines Vaters, wo er seinen Besuch in Wien ank\u00fcndigt und bittet, die Heirat nicht zu vollziehen. Mozart schreibt zur\u00fcck, dass er nun erwachsen ist und eine eigene Familie braucht. Er will sich in Wien durchsetzen und, wenn ihm dies nicht gelingen sollte, werden sie nach Salzburg kommen und beim Vater leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>14<\/strong> (65-67)\u00a0 Kaiser Joseph II. braucht einen Musiklehrer f\u00fcr seine Nichte und will Mozart aber nicht bevorzugen, also schreibt er einen kleinen Wettbewerb aus, dessen Sieger seine drei Musikspezialisten \u2013 alles Italiener \u2013 ermitteln sollen. Er erwartet, dass Salieri Mozart zum Sieg verhilft. Mozart weigert sich, an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem am Ende drei Italiener \u00fcber sein Werk entscheiden. Konstanze ist w\u00fctend, weil sie pleite sind und weil sie nicht schon wieder Geld von ihrer Mutter leihen will. Sie wirft Mozart vor, dass er nicht stolz sondern einfach dumm ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>15<\/strong> (68-71)\u00a0 Konstanze geht mit Mozarts neuen Kompositionen heimlich zu Salieri, um seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr Mozarts Bewerbung um den Musiklehrerjob zu bekommen. Als Salieri die Original-Notenbl\u00e4tter anschaut, bemerkt er, dass sie keinerlei Korrekturen aufweisen, dass also der Komponist einfach die fertige Musik aus seinem Kopf aufgeschrieben hat. Er ist \u00fcberw\u00e4ltigt und merkt, dass Mozarts wunderbarer Musik-Auftritt im Palais des Erzbischofs kein Zufallstreffer gewesen ist. Konstanze hofft, das er Mozart helfen wird. Salieri will, dass sie nachts nochmals herkommt, da seine Hilfe nicht umsonst ist. Er ist bereit, sein Keuschheitsgel\u00fcbde aufzugeben, schliesslich hat ihm dessen Einhaltung bis jetzt nichts gebracht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>16<\/strong> (72-76)\u00a0 Salieri bittet Gott, ihn zu durchdringen und aus ihm zu sprechen. Es passiert nichts, aber Konstanze kommt zur\u00fcck. Als sie die Notenmappe auf den Boden fallen l\u00e4sst, um sich auszuziehen, quellen Notenbl\u00e4tter hervor und Salieri h\u00f6rt wiederum diese wunderbare Musik. Das l\u00e4sst ihn zur\u00fcckschrecken. Er l\u00e4utet den Dienern und schickt Konstanze weg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>17<\/strong> (77-80)\u00a0 Mozart kommt mit Schikaneder und Freunden nach Hause und erf\u00e4hrt, dass Konstanze schwanger ist. Er geht nun selbst zu Salieri mit seinen Kompositionen und erbittet dessen Hilfe, weil der den Lehrerjob bei der Kaisernichte unbedingt braucht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>18<\/strong> (81-82)\u00a0 Salieri suggeriert beim Kaiser, dass Mozart eine Schw\u00e4che f\u00fcr junge Sch\u00fcle-rinnen hat. W\u00e4hrend Salieri Crema al Mascarpone isst, regt sich Mozart auf, dass ein total mittelm\u00e4ssiger Musiker den Job bekommen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>19<\/strong> (83-85)\u00a0 Total pleite versucht Mozart beim wohlgesonnenen Kaiserberater Geld zu leihen. Der verschafft ihm eine Stelle bei der reichen Familie Schlumberg, die verzogene Hunde und eine bockige Tochter haben. Die Hunde jaulen und bellen zu seiner Musik und die Tochter weigert sich zu spielen. Sie kommen nicht zusammen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>20<\/strong> (86-88)\u00a0 Als Mozart angetrunken und derangiert nach Hause kommt, steht sein Vater im schwarzen Umhang vor der Wohnungst\u00fcre. Er ist hergekommen, weil er sich Sorgen macht und geh\u00f6rt hat, dass Amadeus pleite ist. Der negiert das und f\u00fchrt den Vater in die unaufger\u00e4umte Wohnung, wo Konstanze immer noch im Bett liegt. Amadeus l\u00e4dt zur Feier des Tages seinen Vater und Konstanze zum Maskenball ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>21<\/strong> (89-92)\u00a0 Am Maskenball wird getanzt und gespielt. Mozart verliert in einem Spiel. Schikaneder verlangt, dass Vater Leopold die Strafe festlegt. Der verlangt Mozarts R\u00fcckkehr nach Salzburg. Da die Strafe im Saal erf\u00fcllbar sein muss, wird Mozart zum Spielen von Bach mit dem R\u00fccken zum Klavier verdonnert. Als Zugabe verhunzt er eine Salieri-Komposition, was dieser hinter seiner Maske versteckt mit grossem Erschrecken und Wut zur Kenntnis nehmen muss, vor allem die H\u00e4me des Publikums.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>22<\/strong> (93-96)\u00a0 Salieri empfindet den Spott als gottgewollt und verbrennt das Holzkreuz, zu dem er immer gesprochen hatte. Von jetzt an ist er ein Gegner Gottes und wird dessen Kreatur Mozart, durch die der Herr zu sprechen beliebt, zerst\u00f6ren. Auf diese Weise hofft Salieri, unsterblich werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>23<\/strong> (97-102)\u00a0 Konstanze und Leopold streiten sich, Mozart kann nicht schlichten, muss komponieren. Das Hausm\u00e4dchen Lorl wurde von einem anonymen G\u00f6nner hergeschickt und bezahlt. Sie beginnt in der chaotischen Wohnung aufzur\u00e4umen. Wir erfahren, dass sie von Salieri bezahlt wird und ihm \u00fcber Mozart berichten soll. Er will, dass sie ihn sofort benachrichtigt, wenn die Mozarts das n\u00e4chste Mal ausser Haus sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>24<\/strong> (103-108)\u00a0 Die Mozarts fahren samt Fl\u00fcgel zu einem Gartenkonzert f\u00fcr den Kaiser. Lorl f\u00fchrt Salieri in Mozart&#8217;s Wohnung und erkl\u00e4rt ihm, dass Mozart wertvolle Geschen-ke verkauft, um zu \u00fcberleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>25<\/strong> (109-112)\u00a0 Salieri entdeckt, dass Mozart die Oper &#8222;Le Nozze di Figaro&#8220; komponiert. W\u00e4hrenddessen stellt Mozart nach erfolgreichem Konzert dem Kaiser Leopold vor, der sich unbeholfen benimmt. Salieri informiert die anderen Berater des Kaisers, dass Mozart ein St\u00fcck, das auf dem Index steht, als Oper vertont.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>26<\/strong> (113-114)\u00a0 Mozart wird vor den Kaiser zitiert und in die Mangel genommen wegen &#8222;Figaro&#8220;. Er findet nicht heraus, wer ihn verraten hat. Er \u00fcberzeugt den Kaiser von der Harmlosigkeit seiner Interpretation des St\u00fccks und darf weitermachen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>27<\/strong> (115-117)\u00a0 Salieri informiert seinen Vorgesetzten, dass Mozart in den &#8222;Figaro&#8220; ein Ballett eingebaut hat, was gegen eine kaiserliche Verf\u00fcgung verst\u00f6sst. Der Vorgesetzte reisst die Ballett-Seiten aus der Komposition. Mozart bittet Salieri um F\u00fcrsprache beim Kaiser.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>28<\/strong> (118-120)\u00a0 Salieri bittet den Kaiser um gar nichts. Bei der Hauptprobe erscheint dieser zum Erstaunen aller und regt sich \u00fcber die stummen Tanzszenen auf. Er l\u00e4sst Mozart die entfernten Seiten durch Salieri zur\u00fcckgeben und geniesst bei der Urauff\u00fchrung mit dem vollen Haus das neue Werk Mozarts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>29<\/strong> (121-126)\u00a0 Salieri ist hin und weg von der Sch\u00f6nheit und Perfektion der &#8222;Figaro&#8220;-Komposition. Er hat schon wieder gegen Mozart verloren, doch dann g\u00e4hnt der Kaiser einmal und das verwandelt seine Niederlage zumindest in einen kleinen Triumph. Die Oper wird nach neun Auff\u00fchrungen abgesetzt. Salieri erkl\u00e4rt Mozart, dass er den Kaiser und die Wiener mit der L\u00e4nge \u00fcberfordert und, dass es an einfachen Effekten mangelt, damit sie zumindest wissen, wo sie applaudieren sollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>30<\/strong> (127-131)\u00a0 Salieri&#8217;s neue Oper &#8222;Axur: Re di Ormus&#8220; wird mit grossem Bimborium aufgef\u00fchrt. Mozart ist zusammen mit Schikaneder und Schauspielerinnen dort. Er ist betrunken, applaudiert \u00fcbertrieben und m\u00f6chte diese Art von Musik mit der Todesstrafe bestraft sehen. Der Kaiser bezeichnet sie als beste Oper, die je geschrieben wurde. Alle begl\u00fcckw\u00fcnschen Salieri, aber der wichtigste Mann fehlt unter den Gratulanten: Mozart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>31<\/strong> (132-135)\u00a0 Mozart erf\u00e4hrt zuhause, dass sein Vater gestorben ist. Er komponiert die Oper &#8222;Don Giovanni&#8220;, die nur f\u00fcnf Mal aufgef\u00fchrt wird, was f\u00fcr Salieri ein Triumph ist. Aber er hat an allen f\u00fcnf Auff\u00fchrungen teilgenommen und bewundert die Musik abg\u00f6ttisch. Pl\u00f6tzlich wird ihm klar, dass Don Giovanni Mozart&#8217;s toter Vater ist. (Salieri erkennt Mozart&#8217;s schw\u00e4chsten Punkt: Die Angst vor seinem Vater Leopold.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>32<\/strong> (136-138)\u00a0 In Schikaneder&#8217;s popul\u00e4rem Vorstadt-Theater wird in Anwesenheit der Familie Mozart &#8222;Don Giovanni&#8220; mit grossem Erfolg parodiert und verstanden. Der Theaterleiter will, dass Mozart etwas Aussergew\u00f6hnliches, Fantastisches, Grenzenloses komponiert. Er will es dann auf die B\u00fchne bringen und ist \u00fcberzeugt, dass dies ein Riesenerfolg sein wird. Konstanze will Geld sehen, aber Schikaneder offeriert un\u00fcbliche 50% der Einnahmen. Konstanze ist dagegen, sie brauchen sofort Bargeld. Mozart versucht beim reichen Herrn Schlumberg Geld zu leihen, blitzt aber ab. Die Kaiser-Berater sind geschockt. Salieri kennt jemanden, der Mozart einen Auftrag geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>33<\/strong> (139-141)\u00a0 Salieri verkleidet sich in Leopold&#8217;s bedrohliche Maske vom Ball am Tag seiner Ankunft in Wien. Er geht zu Mozart und bestellt f\u00fcr eine Anzahlung von 50 Du-katen eine Totenmesse. Erschrocken durch die Aufmachung des Auftraggebers und, weil er pleite ist, akzeptiert Mozart. Er weigert sich, Konstanze zu sagen, von wem das Geld kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>34<\/strong> (142)\u00a0 Salieri wollte immer nur, dass Gott ihn einmal durchdringt und ihm zu einem grossen Werk verhilft. Da dies nie eintrat, schmiedete er diese Intrige, um dieses Werk direkt von Gottes Komponisten zu bekommen. Er musste nur noch herausfinden, wie er Mozart umbringen wird nach Ablieferung der Noten, um dann beim Begr\u00e4bnis das grossartige Salieri-Requiem spielen zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>35<\/strong> (143-144)\u00a0 Mozart komponiert nachts und h\u00f6rt das laute Klopfen nicht, bis Konstanze die T\u00fcre \u00f6ffnet. Schikaneder will sein St\u00fcck abholen, aber Mozart hat es erst im Kopf und noch keine einzige Note geschrieben, weil er an der Totenmesse arbeitet. Mozart hatte Schikaneder versprochen, dass n\u00e4chste Woche alles fertig sein wird. Die Mit-wirkenden wurden vom Theaterleiter bereits f\u00fcr die Proben bestellt. Konstanze streitet mit ihm und Mozart geht wieder an seine Komposition. Salieri erf\u00e4hrt von seiner &#8222;Agentin&#8220; Lorl, dass Mozart an einer bl\u00f6den Oper arbeitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>36<\/strong> (145-148)\u00a0 Salieri erscheint in dieser Nacht erneut in seiner &#8222;Leopold&#8220;-Verkleidung bei Mozart und ermahnt ihn zur Eile. Konstanze versteht nicht, weshalb Mozart nicht voranmacht mit dieser Totenmesse, f\u00fcr die richtiges Geld bezahlt wird. Er erkl\u00e4rt ihr, dass ihn diese Komposition umbringt. Sie weint. Als sie wieder eingeschlafen ist, schleicht sich Mozart davon und feiert mit Schikaneder und Schauspielerinnen bis zum Morgengrauen. Sie singen Teile aus der Zauberfl\u00f6te.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>37<\/strong> (148-151): Als Mozart in seine Wohnung zur\u00fcckkehrt, ist Konstanze mit dem kleinen Sohn bereits weg. Ihre Mutter erkl\u00e4rt ihm, dass sie weg ist und nicht mehr zur\u00fcckkommt. Sie steigert sich in eine solch kreischende Stimmung, dass Mozart die Arie der K\u00f6nigin der Nacht aus der Zauberfl\u00f6te einf\u00e4llt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>38<\/strong> (152-157)\u00a0 Mozart&#8217;s neue Oper &#8222;Die Zauberfl\u00f6te&#8220; wird in Schikaneder&#8217;s Theater erfolgreich unter der Leitung des gross angek\u00fcndigten Komponisten aufgef\u00fchrt. Salieri h\u00e4lt sich in einer Loge hinter dem Vorhang versteckt und verfolgt das Geschehen. Mozart bricht zusammen und wird durch einen anderen Dirigenten ersetzt. Salieri nimmt den Ohnm\u00e4chtigen in seiner Kutsche mit und bringt ihn nach Hause.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>39<\/strong> (158)\u00a0 Mozart bedankt sich bei Salieri, dass er als einziger Kollege zur Auff\u00fchrung seiner neuen Oper gekommen ist. Salieri w\u00fcrde nie ein Werk von Mozart verpassen. F\u00fcr ihn ist er der gr\u00f6sste Komponist. Mozart entschuldigt sich bei ihm, weil er dachte, dass Salieri sich weder f\u00fcr sein Werk noch f\u00fcr ihn interessiert. Als es laut klopft, bittet Mozart Salieri dem Mann zu sagen, dass an dem Requiem gearbeitet wird und dass er noch etwas Geld vorschiessen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>40<\/strong> (159)\u00a0 Schikaneder und die Schauspielerinnen erkundigen sich nach Mozart, werden von Salieri belogen und weggeschickt, weil der Komponist schl\u00e4ft und sich erholen muss. Salieri zieht seinen Geldbeutel hervor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>41<\/strong> (160+162+165+167)\u00a0 Salieri \u00fcbergibt Mozart den Geldbeutel und erkl\u00e4rt, dass er vom unbekannten Auftraggeber 100 Dukaten zus\u00e4tzlich bekommt, wenn er bis morgen Abend das Requiem fertiggestellt hat. Dies ist unm\u00f6glich zu schaffen, aber Salieri bietet Mozart seine Hilfe an. Mozart diktiert und Salieri schreibt auf, bis der Komponist nicht mehr kann und eine kleine Schlafpause ben\u00f6tigt. Salieri verspricht dazubleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>42<\/strong> (161+163-164+166)\u00a0 Konstanze tanzt mit einem jungen Offizier in Baden, als ihr pl\u00f6tzlich einf\u00e4llt, dass sie hier am falschen Ort ist. Sie will nach Hause, packt, nimmt den kleinen Karl und besteigt die Kutsche. Zur Musik des entstehenden Requiems f\u00e4hrt sie durch die Nacht zur\u00fcck nach Wien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>43<\/strong> (168-171)\u00a0 Zuhause trifft sie die schlafenden Mozart und Salieri. Sie verbietet, dass Mozart weiter am Requiem arbeitet und schliesst es zum Schrecken von Salieri weg. Als Salieri sich weigert zu gehen, bevor Mozart aufwacht, merken sie erst, dass der Kom-ponist inzwischen gestorben ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>44<\/strong> (172-175)\u00a0 Das Begr\u00e4bnis findet zur Musik aus dem Requiem (aus dem OFF) statt. Der alte Salieri beklagt sich beim Priester, dass Gott nicht ihn get\u00f6tet hat. Schliesslich ist er wertlos. Gott hat Mozart physisch get\u00f6tet, um ihm, Salieri, auch diese M\u00f6glichkeit zum ewigen Ruhm zu nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>45<\/strong> (176-177)\u00a0 Der Priester will wissen, weshalb Salieri behauptet, Mozart umgebracht zu haben. Salieri wollte unsterblich werden und, wenn dies als Komponist nicht m\u00f6glich sein soll, dann zumindest als der M\u00f6rder von Mozart, dem gr\u00f6ssten Komponisten aller Zeiten. Auf diese Weise w\u00fcrde sein Name immer mit demjenigen von Mozart verbunden sein und er w\u00e4re damit der Mittelm\u00e4ssigkeit, die Gott f\u00fcr ihn vorgesehen hatte, ent-flohen. Nun ist er zum Schutzpatron, zum Anf\u00fchrer aller Mittelm\u00e4ssigen geworden. Auf dem Weg zur Toilette spendet er allen Spitalinsassen und dem Kinopublikum den Segen f\u00fcr die Mittelm\u00e4ssigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausf\u00fchrliche Story-Step-Outline AMADEUS | 1984 von Peter Shaffer | Milos Forman | Saul Zaentz In Klammern finden Sie die Szenen-Nummern, wie sie im Drehbuch AMADEUS von Peter Shaffer, Fassung vom&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":767,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-1044","page","type-page","status-publish","hentry","boxed-1000","white"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1044"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1846,"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1044\/revisions\/1846"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/767"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dfkfilms.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}