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YOL – The Full Version | Berlin | OmU

12. September 2020 | 19.00 Uhr | Rosa Luxemburg Stiftung
hofkino.berlin – Freiluftkino im FMP1 | Franz-Mehring-Platz 1 | 10243 Berlin

Anlässlich des Militärputschs am 12. September 1980 der Türkei zeigt die Rosa Luxemburg Stiftung «YOL – The Full Version» und organisiert ein Gespräch mit dem Produzenten Donat Keusch.

Vor 38 Jahren ging die türkische Militärjunta brutal gegen die Opposition vor.  Dies ist eng verflochten mit der Geschichte des bekanntesten Films aus der Türkei. Seit Jahrzehnten bewegt YOL das Publikum auf der ganzen Welt. 1982 gewann die unfertige Fassung beim Filmfestival von Cannes die höchste Auszeichnung, die Goldene Palme. Das Meisterwerk der türkisch-kurdischen Filmgeschichte ist nun komplett und restauriert zu sehen als «YOL – The Full Version». Yılmaz Güneys überwältigender Film über Ehre und Leidenschaft, Mut und Schmerz, Zärtlichkeit und Grausamkeit – Terror, Wut, Stärke, Liebe – und Leben. YOL hat seit den 1980er Jahren nichts von seiner Aktualität verloren. Der Film wurde in mühevoller Arbeit nach dem Original Schnittplan von Yılmaz Güney neu geschnitten und um eine Figur ergänzt, die Aufgrund der Zeitbegrenzung in Cannes wegfallen musste.

Die Leute in diesem Film sind zwar Türken und Kurden, aber man findet sie überall, wo gegen Unterdrückung gekämpft wird. Sie sind alle Gefangene, manche sind hinter Gittern, viele sind Gefangene ihrer Moral, aber alle sind Gefangene des Staates. Durch die Darstellung der Lebensumstände von sechs Gefangenen auf Heimurlaub zeichnet YOL eine menschliche Landkarte der Türkei. Wir erleben, wie die Leute unterdrückt werden, insbesondere die Kurden und die Frauen. Zur Repression gehören die patriarchalischen Strukturen und ihre Moralvorstellungen. Die Geschichte wird hauptsächlich anhand des Schicksals der drei Gefangenen Seyit Ali, Mehmet Salih und Ömer erzählt. Drei Männer, die von ihren Lebensumständen mitgerissen werden. Sie hatten die Hoffnung, dass eine Woche genügt, die Erniedrigungen des Gefängnisalltags zu vergessen und ihre dringendsten Probleme daheim zu lösen. Die geplatzten Träume lassen ihre Niederlagen noch stärker erscheinen. Das soll das gepriesene Leben in Freiheit sein! Ömer bricht aus, Mehmet wird erschossen und Seyit Ali bleibt Gefangener seiner Unentschlossenheit. Der Kampf für ein besseres Leben muss weitergehen und wird lange dauern…
Yılmaz Güney, Paris 1982

Tickets unter: www.hofkino.berlin

 

YOL – Tam Versiyon (2017, Altyazılı)

12 Eylül
Kapı Açılışı: 19:00, Program Başlangıcı: 20:00

Filmin yapımcısı Donat Keusch ile söyleşi

12 Eylül 1980’de Türkiye’de gerçekleşen ve toplumsal muhalefete vahşice saldıran askeri darbe, Türkiye sinemasının yüz akı olan YOL’un hikayesiyle iç içe geçmiştir. Yıllardır dünyanın pek çok yerinde karşılaştığı sayısız seyircide her zaman bir iz bırakan YOL’un tamamlanmamış versiyonu, 1982 yılında Cannes Film Festivali’nde en büyük ödül olan Altın Palmiye Ödülü’nü kazandı. Türk-Kürt sinema tarihinin bu başyapıtı eksiksiz biçimde restore edildi ve  “YOL – Tam Versiyon“ adıyla yeniden seyircinin karşısına çıktı. Yılmaz Güney’in onur ve tutku, cesaret ve acı, merhamet ve zulüm, dehşet, öfke, aşk ve hayat hakkındaki bu baş döndürücü filmi, 1980’lerden beri güncelliğinden hiçbir şey yitirmedi. Film, Yılmaz Güney’in orijinal kurgu planına göre titiz biçimde yeniden kurgulandı ve Cannes’daki süre kısıtlaması nedeniyle ilk versiyondan çıkarılan bir ana karakter filme yeniden dahil edildi.

Bu filmdeki insanlar Türkler ve Kürtlerdir, ancak bu hikayelerde anlatılan insanları, baskıya karşı mücadele verilen her yerde bulabilirsiniz. Kahramanların hepsi mahpuslardır, bir kısmı demir parmaklıkların, çoğu da kendi ahlak anlayışlarının mahpusudurlar, ancak hepsi devletin hapishanesinde tutulmaktadırlar. YOL, altı mahkumun ev izni için çıktıkları seyahati anlatırken, Türkiye’nin beşeri bir haritasını çiziyor. Bu filmle, insanların, özellikle de Kürtlerin ve kadınların nasıl baskıya uğradığını seyrediyoruz. Ataerkil yapıların ve ahlakın nasıl baskının parçası olduğunu izliyoruz. Hikaye, koşulların onları sürüklediği güzergahlara ilerleyen üç mahkumun, yani Seyit Ali, Mehmet Salih ve Ömer’in yazgıları üzerinden anlatılmıştır. Bu mahkumların umudu, hapishanenin aşağılayıcı koşullarını unutmak ve hanelerindeki en acil meseleleri çözmek için bir haftalık izin süresinin yeterli olmasıdır. Yıkılan hayalleri ise yenilgilerini daha çarpıcı hale getirmektedir. Özgürlük günlerinde takdir görecek bir hayat için çıkarlar bu yola! Ömer devletten kaçar, Mehmet vurulur ve Seyit Ali de kendi tereddüdünün esiri olmaya devam eder. Daha iyi bir hayat için verilen kavga devam etmelidir ve uzun sürecektir…
Yılmaz Güney, Paris 1982

Biletler: www.hofkino.berlin

dfk*films Kollegin bloggt für Wikipedia:Kurier von der Berlinale 2020

Schon gewusst: Wikipedia ist weit mehr als die weltweit bekannte, kollektive erstellte Online-Enzyklopädie. Tief im Ökosystem des freien Wissens versteckt blüht und gedeiht eine ganze Menge. So auch der Wikipedia Kurier. Zur BERLINALE gibts ein EXTRABLATT – ein feministisches. Wir machen mit!

Schon seit 2003 ist „Der Kurier“ das unabhängige interne Nachrichtenblatt der Wikipedia-Gemeinschaft. Nicht neutral, nicht enzyklopädisch – wie sich Wikipedia das sonst auf die Fahnen schreibt. Unterhaltsam, informativ, kollektiv korrigiert und unglaublich vielseitig wird hier berichtet, was die Wikipedia und Wikipedia Autor*innen bewegt.

Berlinale Extrablatt – Fokus Feminismus

Die Autor*innen wollen auch etwas bewegen: Daher geht es im BERLINALE EXTRABLATT weniger um Glanz und Glamour. Hier geht es vor allem gegen den Gender Gap in der Wikipedia wie in Film, Kultur und Kunst.

Regelmäßig – nicht nur – aber immer auch zum internationalen Frauentag werden kollaborative Schreib- und Editier-Marathons veranstaltet. Seit 2014 wird gegen die Unsichtbarkeit von Frauen auf Wikipedia angeschrieben. Unter dem Label Art+Feminism.

So bloggen wir nicht nur vom Berliner Filmfestival sondern auch vom Berlinale-Art+Feminism-Edit-a-thon 2020!

Zahlen | Daten | Fakten – traurig aber wahr

Wikipedianer Chî schrieb am 17.01.20 im Wikipedia Kurier einen lange, beachtenswerten Beitrag zum Gender Gap. Ein kurzer Auszug:

90 % aller weltweit zu Wikimedia-Projekten (WMF) Beitragenden im Jahr 2018 waren Männer – nur 9 % Frauen (siehe Gendergrafiken und weitere Materialien zur Geschlechterverteilung).
84 % der Biografien in der deutschsprachigen Wikipedia behandeln Männer: momentan 631.741 zu 120.398 Frauen (80,95 % Gap). Der Frauenanteil beträgt 16,01 % mit einer Zunahme um 0,6 Prozentpunkte seit 2018 und 1,4 seit 2009.
In der englischsprachigen Wikipedia lag der Frauenanteil an über 1,5 Mio. Biografien im Jahr 2018 bei 17,67 %.

Projekte wie Women in Red und Art+Feminism arbeiten an der Verringerung dieses Gaps.

Große Klima-Demo in Berlin 20.09.2019

WE WILL BE BACK

dfk*films Kolleg*innen gemeinsam mit 270.000 Menschen bei der Berliner Klima-Demo am 20. September 2019.

Viele großARTige Plakate. Hier unser Favorit.